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Menagerie, Tiere im Zoo der Kunst

Menagerie | Call For Artworks

Menagerie
Tiere im Zoo der Kunst

English Version: please scroll down

Einsendeschluss für Eure Bewerbungen ist der 18. März 2016

Ausstellungsdauer: 29.4. – 21.5.    Opening: Freitag 29.4., 19:00 Uhr

Toolbox | Finnisch-Deutscher Projektraum Berlin


Liebe KünstlerInnen,

ständig laufen sie uns über den Weg, werden gestreichelt, gekocht, sind die Liebsten, die, die immer zuhören, nie ein Wort sagen und doch reden wir immer wieder mit ihnen. Sie fliegen über uns, erinnern uns an den Frühling, haben bizarre Formen, schlafen ständig, leben mitten in der Stadt im Freien, miauen uns enigmatisch an, kläffen durch die Wand und das mitten in der Nacht. Sie laufen uns hinterher oder leben in anderen Rudeln, sie sind Fleischfresser, Kannibalen oder Vegetarier. Und sie sind als erste abgebildet worden in den Höhlen von ganz früher.

Und wir wollen sie: Für unsere Gruppenausstellung „Menagerie | Tiere im Zoo der Kunst“ sind wir auf der Suche nach künstlerischen Werken, die Tiere zum Thema haben.

Vögel, Fabeltiere und Amphibien in allen Medien sind erwünscht. Besonders mögen wir Säugetiere. Vom Flohzirkus ist Abstand zu nehmen.

Bitte leitet doch diese E-Mail weiter, wenn Ihr jemanden kennt, der oder die schon zu Tieren gearbeitet hat.

Toolbox | Finnisch-Deutscher Projektraum Berlin
Koloniestraße 120
13359 Berlin
www.galerietoolbox.com

Einsendeschluss für Eure Bewerbungen ist der 18. März 2016

Bitte die Vorschläge per Mail an Anna E. Wilkens / Andreas Wolf
E-Mail: mail@galerietoolbox.com


Menagerie
Animals in the Art Zoo

Deadline for proposals March 18, 2016
Exhibition: April 29 – May 21, 2016    Opening. Friday, April 29, 7 pm

Toolbox Finnish-German Art Space Berlin


Dear Artists,

they are our roommates or next-door neighbours, they get caressed, cooked, they are our dearest; they are the best listeners and never contradict us; we encounter them in flocks, packs, schools, sounders; they fly over our heads and remind us of spring; they come in bizarre shapes, are permanently asleep, live in the middle of the city, eat our roofs or rustle in them; they meow enigmatically or bark thunderingly in the middle of the night. They are carnivores, cannibals, vegetarians or vegans, and they are the very first to have been painted in those ancient caves.
We want them: for our group show “Menagerie | Animals in the Zoo of Art” we are looking for artworks on the subject of animals.

We are looking for pets, wildlife, mythical creatures; birds, mammals, reptiles (etc.) in all media of art.

Please feel free to forward this e-mail to friends and acquaintances whom you know to have worked on the topic of animals.

Toolbox | Finnish-German Art Space Berlin
Koloniestraße 120
13359 Berlin
www.galerietoolbox.com

Deadline for proposals March 18, 2016

Please send your proposals via e-mail to Anna E. Wilkens / Andreas Wolf
E-Mail: mail@galerietoolbox.com

Thomas Nyqvist

Ruins of sorts |
29.01. – 20.02.2016

THOMAS NYQVIST, Helsinki (Malerei)

Video: Karen Koltermann, Berlin


Vernissage am Freitag, 29. Januar 2016 um 19 Uhr / Opening on the 29th of January at 7 pm.

Herzlich Willkommen / Warmly Welcome

TOOLBOX – Finnish Art Space
Koloniestraße 120 | 13359 Berlin Wedding | U-Bahn Osloer Straße

Öffnungszeiten | Opening-times:

  • Di–Sa/ Tue–Sa: 14–18 Uhr

English


Thomas Nyqvist – Ruins of sorts

Thomas Nyqvist (geb. 1955) hat auch früher schon in seinen großformatigen Gemälden brutal schöne Ansichten städtischer Randzonen dargeboten. Er entführte uns auf eigentümliche Wege und ließ uns die Schönheit von Industriezonen, Abrissbaustellen und schmutzigen Schneematschflächen bestaunen.

In seiner neuen Bilderserie Ruins of sorts präsentiert er uns eine Art Ruinenkunst. Zwar stellen die Gemälde authentische Abrissbaustellen des heutigen Helsinki dar, doch könnte man die Bilder fast als apokalyptische Ansichten vom Jüngsten Gericht charakterisieren. Mächtige eingebrochene Betonplatten, Ziegelschutt, verbogene Armierungsstahlstangen und dunkle Baumsilhouetten verleihen den Anblicken Dramatik und Gewalt. Ausgangspunkt dieser Visionen sind die massiven baulichen Umwälzungen an den Meeresstränden von Helsinki. Komplette Stahlbeton-Industriebauten weichen feinen Wohnvierteln. Gleichzeitig schafft Nyqvist es, ganz nebenbei Assoziationen mit antiken Ruinen zu erwecken. Zerbrochene und zerfallene Betonträger erinnern an umgestürzte Marmorsäulen.

Ruinen gelten schon immer als Symbole der Vergänglichkeit. Auch diese eindrucksvollen Gemälde werden zu universellen Bildern der Zerstörung und zu einem Menetekel des unvermeidlichen Schicksals unserer Kultur. In diesem Sinne sind sie zeitlos und aktuell zugleich. Die Bildserien von Zerstörung und Niedergang hängen organisch auch mit unserer Zeit zusammen. Krieg, Terrorismus, der Zusammenbruch des Realsozialismus, die Umweltkrisen und die Rezession brachten Zerstörung und Ruinen in unser Umfeld. Andererseits lassen sich diese Phänomene gerade mit Ruinenbildern thematisieren. Die Künstler in Europa und den USA haben in den letzten Jahrzehnten zum Beispiel verödete menschenleere Stadtteile, leer stehende Fabrikgebäude und nach dem kalten Krieg aufgegebene Militärstützpunkte abgebildet. Der bekannte Schriftsteller W.G. Sebald hat derartige Umgebungen erkundet und dabei über den Stand der Kultur nachgedacht. Im Bereich der bildenden Kunst wird viel mit Mitteln der Fotografie und des Films gearbeitet, doch Thomas Nyqvist ist ein urbaner Entdeckungsreisender, der seine visuellen Wahrnehmungen in großformatigen Gemälden festhält.

Thomas Nyqvists Ölgemälde sind als Kunstwerke eindrucksvoll. Seine Farbwelt ist bis hin zur dramatischen Thematik durchdramatisiert. Durch die gedämpfteren Farbschichten hindurchscheinend, setzen die indigoblauen oder kräftig roten Grundierungen das von Beton und Ziegelschutt geprägte Landschaftsbild geradezu unter Spannung. Die Dramatik und die Bedrohlichkeit der Gemälde von Nyqvist wird durch seine souveräne Pinselführung gefiltert. Er schafft aus der Tradition der bildenden Kunst, der filmischen Formensprache und der Kenntnis seiner eigenen Zeit eine persönliche Synthese.

Ville Lukkarinen, Kunsthistoriker


Thomas Nyqvist – Ruins of sorts

Thomas Nyqvist (born 1955) has earned a reputation for creating large paintings depicting the harsh beauty of urban landscapes. He has taken us down strange paths to reveal the poetry of Helsinki’s old industrial areas, demolition sites and snow-covered fields.

His latest series of paintings Ruins of sorts continues his exploration of the art of ruins. While the new paintings depict actual demolition sites in contemporary Helsinki, they can be viewed as almost apocalyptical visions of judgement day. Massive collapsed concrete slabs, piles of bricks, twisted steel reinforcement bars and the dark silhouettes of trees create dramatic and violent scenes. His visions are based on the ongoing transformation and redevelopment of Helsinki’s shoreline districts, where entire industrial plants are making way for new residential buildings. Nyqvist also succeeds in creating associations almost furtively with ancient ruins. Collapsed and broken concrete pillars are like fallen marble columns.

Throughout the ages, ruins have symbolised transience. Nyqvist’s impressive paintings are transformed into universal images of destruction and also warnings about the unavoidable fate of our culture. In this sense they are both timeless and topical. Depictions of destruction and decay are very much a part of our times. War, terrorism, the collapse of real socialism, ecological crises and economic recession have created the destruction and ruins that surround us. At the same time, images of ruins allow us to process these phenomena. In recent decades European and American artists have depicted suburbs that have been deserted by their residents, desolate factory buildings and disused Cold War military bases, for example. German writer and academic W.G. Sebald too has wandered through these kinds of environments pondering the state of culture. Within the visual arts this work has been done a lot through photography and moving pictures, while Thomas Nyqvist is an urban explorer who paints what he sees on large canvases.

As works of art, Thomas Nyqvist’s oil paintings are truly impressive. His increasingly dramatic use of colours matches the dramatic themes of his works. Indigo-blue and powerful red bases radiate through more subdued layers of colour, electrifying the urban landscapes characterised by concrete and broken bricks. The dramatic and threatening nature of Nyqvist’s paintings is transmitted through his scintillatingly skilful brushwork. He has built on the tradition of painting, the expressive language of film and an acute awareness of his own time to create his own personal synthesis.

Ville Lukkarinen, Art Historian

 

Al Sahra
| 29.01. – 20.02.2016

Karen Koltermann, Berlin (Video)

Website Karen Koltermann


Vernissage am Freitag, 29. Januar 2016 um 19 Uhr / Opening on the 29th of January at 7 pm.

Herzlich Willkommen / Warmly Welcome

TOOLBOX – Finnish Art Space
Koloniestraße 120 | 13359 Berlin Wedding | U-Bahn Osloer Straße

Öffnungszeiten | Opening-times:

  • Di–Sa/ Tue–Sa: 14–18 Uhr

Karen Koltermann

Video: Al Sahra, home, ca. 3 min. Loop, 2011

Koltermanns Video ist eine Komposition filmischer Eindrücke von einem halbabgewrackten Schiff. Es ist noch als Schiff zu erkennen, Teile liegen aber schon als Schrott an Land.

Am 14. Juli 1990 legte der irakische Schwerguttransporter Al-Zahraa in Bremerhaven an, weil dort die Maschine repariert werden sollte. Am 2. August griff der Irak Kuwait an, die UN verhängten ein Embargo gegen ihn und das Schiff wurde arretiert. Bis zu seiner Verschrottung 2011 lag es dann in Bremerhaven fest, bis zum Jahr 2003 von einer rudimentären Besatzung aus jeweils zwei irakischen Männern bewacht, die einige Monate blieben und dann abgelöst wurden. Die letzten zwei mussten über zwei Jahre lang auf dem Schiff in Bremerhaven bleiben, weil im Jahr 2003 während ihrer Dienstzeit der Irakkrieg ausbrach. Karen Koltermann hat mit diesen beiden Männern gesprochen und damals schon Aufnahmen von der Al-Zahraa gemacht.

Im Juli 2011 ist sie dann zur letzten Station der Al-Zahraa gefahren, einer Abwrackwerft im litauischen Klaipeda. Die Abwrackwerft hat ihr erlaubt, die halbzerlegte Schiffsruine zu betreten, die Künstlerin hat dort gefilmt und fotografiert. Das hier gezeigte Video ist ein Zusammenschnitt aus diesen Aufnahmen.

Ein Schiff, das 21 Jahre lang im Hafen liegt ist eine Absurdität, und die Verheißung der Reise, des Aufbruchs, der Weite und (imaginierten) Freiheit des offenen Meeres, die vielleicht jedes Schiff, mindestens die hochseetauglichen, umweht, ist hier stillgestellt. Beim Abwracken findet endgültig ein Übergang vom Wasser aufs Land statt, das Schiff endet in Schrotthaufen und wird im Glücksfall recycelt und den Materialkreisläufen an Land wieder zugeführt.

Der Titel, Al Sahra, home, ist einerseits eine Verfremdung des Namens des Schiffes – „aṣ-Ṣaḥrā“ heißt im Arabischen „die Wüste“ – , „home“ verweist auf die Zugehörigkeit des Films zu dem größeren Werkkomplex home, der zuerst 2011–12 in der Kunsthalle Bremerhaven gezeigt wurde; das Werk besteht aus Videos, Fotos, Klangcollagen und Malerei, auch in Kombinationen, über die Al-Zahraa und andere Schiffe, die abgewrackt wurden, also nicht mehr sind, die – in der altertümlichen Redewendung ausgedrückt – „heimgekehrt“ sind.

„home“ heißt aber auch, dass diese Schiffe Menschen ein Zuhause gewesen sind – oder im Fall der irakischen Wachmänner eine armselige Bleibe, fern des Zuhauses, das gleichzeitig auch noch in Schutt und Asche gelegt wurde.

Und es hängt dem Wort „home“ an, dass die See die Verheißung des anderen, in der Vorstellung besseren Ortes in sich trägt, weshalb Menschen sich seit Jahrtausenden auf Seereisen machen in die unbekannte Ferne. Und ihr Heim verlassen.

Text: Dr. Anna E. Wilkens

Links:

shipbreaking Al-Zahraa (PDF)

In der Presse über die Ausstellung home und die Al-Zahraa:

Günter Beyer: „Suche nach einem besseren Ort. Die Ausstellung home in der Kunsthalle Bremerhaven“, in: Deutschlandradio Kultur, 18.12.2011, http://www.deutschlandradiokultur.de/suche-nach-einem-besseren-ort.1013.de.html?dram:article_id=172644

Frank Keil: „Ein Kahn kehrt heim. Ausstellung in Kunsthalle“, taz Nord, 22.12.2011, http://www.taz.de/!5104705/

Seite des Dokumentarfilms über die beiden irakischen Wachleute, Die Vergessenen der Al-Zahraa, von Knud Vetten und Andreas Wenderoth, 2006

http://www.al-zahraa.de/HTML/geschichte2.html


Karen Koltermann

Video: Al Sahra, home, ca. 3 min Loop, 2011

Koltermann’s Video shows impressions of a partially broken up ship. It is still recognizable as a ship, but in its partially demolished state, fragments are already lying ashore.

In 1990, the Iraqi cargo ship Al-Zahraa docked at the port of Bremerhaven for refit of machines. Before the repairs were finished, Iraq attacked Kuwait and the Al-Zahraa was locked at the Port due to the UN embargo on Iraq. Until its final demolition in 2011, the ship was laid up at Bremerhaven port, guarded by a crew of two Iraqi watchmen, who stayed for several months to be then replaced by others. With the beginning of the Iraq war in 2003, there was no further replacement, so the last two guards were forced to stay on the ship for more than two years in miserable living conditions. Karen Koltermann visited them in 2003 and took pictures of the Al-Zahraa and filmed with a video camera.

In July of 2001 she followed the ship to its final destination, its demolition in the port of Klaipeda, Lithuania. She gained permission to film on the partially disassembled vessel; the video shown here is a composition of said footage.

A ship docked at a port for 21 years is an absurdity, and the promise of departure to distant shores, of the vastness and (presumed) freedom of the wide open sea that a (seagoing) vessel usually seems to hold must forever remain unfulfilled. In demolition the transition from sea to land becomes final, the ship ends up as and in scrapheaps, and in fortunate cases enters cycles of renovation through recycling.

The work’s title, Al Sahra, home, on the one hand is an amalgamation of the ship’s name with the Arabian expression “aṣ-Ṣaḥrā” – the desert; “home” signifies that the video belongs to a series of works called home, which was first exhibited in Bremerhaven Kunsthalle (taidehalli) in 2011–12. home consists of videos, photos, sound collages and painting, and different combinations of these. The series focusses on the Al-Zahraa and other ships that have been wrecked and are no more.

“Home” tells us that these vessels have been a home to people – or in the case of the Iraqi watchmen: a miserable accomodation, far away from their home that was bombed and layed waste to at that time.

And “home” also means that the sea holds the promise of the Other, the notion of a different place, a better home, in search of which humans for millenia have set out to cross oceans and reach the far-away unknown.

Text: Dr. Anna E. Wilkens

artweek image

Artweek 2015 |
Contemporary Video Art from Finland |
Sampsa Indrén

At Berlin Artweek 2015 Toolbox  is open from 17th–20th of September 2–6 p. M.


 

Contemporary Video Art from Finland

(7 Videos von 5 KünstlerInnen)

und Ausstellung:

Sampsa Indrén: Draw ’em Dead (Drawings) more Infos

17.–20. September 2015

Öffnungszeiten | Open: 14:00–18:00 Uhr und zusätzlich nach telefonischer Anmeldung; Tel: 0176 / 81 82 60 30

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Videoscreen

Videostill: Minna Suoniemi | Punahilkka ja susi / Little Red Riding Hood and Wolf, HD Video, 1’30”, 2012

Im Rahmen der Artweek zeigt TOOLBOX sechs Videos von fünf Künstlerinnen und Künstlern aus Finnland, kuratiert von den Mitgliedern der Toolbox:

Tommi Juutilainen – Åboa Whisper, 06:30 min (2012). Eine Animation über Entropie aus 500 Zeichnungen, in der die Kathedrale von Turku in unterschiedlichen Stadien der Auflösung erscheint

Teemu Lehmusruusu – A Declaration of Love II, 8:30 min (2012)

Helinä Hukkataival – Blackpainting, 02:54 min (2007) und Styrox Express II, 04:47 min (2014). Auf eine Glasscheibe malt eine Frau mit schwarzer Farbe, die aus ihrem Mund kommt. – Ein Berg von Styropor wird auf dem Gepäckträger eines Fahrrads von einem Einrichtungshaus zu einer Kunst-Galerie gefahren.

Minna Suoniemi – Punahilkka ja susi [Rotkäppchen und der Wolf], 1:30 min (2012)
Ein kleines Mädchen ist gleichzeitig Rotkäppchen und der Wolf.

Reima Hirvonen  – December 7th 2013

Gleichzeitig ist die verlängerte Ausstellung der Bilder von Sampsa Indrén zu sehen, „Draw ’em Dead“ (mixed media; Grafik, Aquarell, Druck), deren Sujet tote (kleine, heimische) Tiere sind, Eichhörnchen, Krähen, Ratten, Rotkehlchen. In Anlehnung an die Stillleben mit toten Tieren der Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, dort in der Regel Tiere als Jagdbeute, zeichnet Indrén zeitgenössisches Roadkill. Indréns Tiere transzendieren gleichsam das Makabre durch ihre außerordentliche Anmut, und die Bilder wirken poetisch in ihrem ironischen Gestus. „Es liegt etwas Tröstliches in dem Gedanken, dass alles irgendwann zu Ende geht“, wie der Künstler selbst sagt.

 

picture

Draw ’em Dead
31.7.–22.8.2015 and 17.–20.9. (Artweek)

Sampsa Indrén


Vernissage am 31.7.2015 um 19 Uhr / Opening on 31.7.2015 at 7 pm

Herzlich Willkommen / Welcome

TOOLBOX – Finnish Art Space
Koloniestraße 120  |  13359 Berlin Wedding  |  U-Bahn Osloer Straße

Öffnungszeiten | Opening-times:

  • Di–Sa/ Tue–Sa: 14–18 Uhr

sampsaindren.wordpress.com

Welcome!

Draw ’em Dead by Sampsa Indrén is the Finnish artist’s first solo exhibition in Berlin. The artist himself describes the background of his work: “My pieces are lyrically graphical studies about the perishability of everything and the merciless cycle of nature. Death is a foundation for growth where everything new, vital and beautiful flourishes.” Indrén’s works include realistically depicted birds and other animals, which contrasts with the expressiveness and variability of his drawing style. He talks about the background of his pieces: “The pieces in the series are bird themed allegories which, with a Nordic respect and Slavic poeticality, address the Scandinavian experience of nature, characterised by melancholy.”

The history of still life art and modern art’s different languages and contexts meet in the artist’s work. Depicting dead things in a lively way is one of the central themes of western visual arts, and in the context of modern art, it is drawing that has lately received the attention it deserves. The artist himself states: “The empty space of my works symbolises the spaciousness of death that awaits us all, unknown. My neurotically meticulous line strives to fill this white endlessness, when my own fear of death is presented in a visual form.”

In drawing, observation and creating the picture link together and show just how versatile and complex the birth process of artwork is and how many perspectives it opens up on the artist, the essence of the world, and the reactions of the viewers. Indrén relies on figurative art and explains what realism means to him: “As an artist I aim at exhibiting the kind of skill that captures the viewer by the piece and offers an opportunity for tranquillity and one’s own interpretation.”

With Indrén, there is no reason to understate the meaning of technical skills. Likeness, liveliness, trompe l’oeil are all apt characterisations when it comes to his work. The likeness stops us and we drift into his fantasies through the sense of reality, also enticed and supported by it. The atmospheres in his work range from elegiac to grotesque, melancholic to comical. He tells his viewers how a carcass can be beautiful and how beauty carries signs of death. The world of Sampsa Indrén is praise and celebration of looking at things in detail and experiencing things visually.

Sampsa Indrén (born in 1975) is an artist from Porvoo. He graduated in 2012 as a Master of Arts from the Aalto University School of Arts, Design and Architecture. Among others, his work can be found in the collections of the State of Finland, the Art Society of Finland and the City Hall of Helsinki, as well as in private collections both in Finland and abroad. Draw ‘em Dead is his 11th solo exhibition. His work is also on display in the collective exhibition Kuvan täydeltä in the Art Centre Purnu, in Orivesi. Next year his work can be seen for example in the collective exhibition Häpeä in Kerava and Murmansk.

Juha-Heikki Tihinen
PhD, art historian and art critic (AICA)

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Herzlich Willkommen zur Ausstellungseröffnung von Sampsa Indrén
am Freitag, den 31. Juli 2015
um 19:00 Uhr in der TOOLBOX, Finnischer Kunstraum Berlin

Toolbox: Sampsa Indré | Draw ’em Dead

Sampsa Indréns Draw ’em Dead ist die erste Einzelausstellung des finnischen Künstlers in Berlin. Der Künstler selbst beschreibt die Hintergründe seiner Werke folgendermaßen: „Meine Werke sind lyrisch-grafische Studien der alles umfassenden Vergänglichkeit und des gnadenlosen Kreislaufes der Natur. Der Tod dient als Nährboden, auf dem das Neue, Vitale und Schöne blüht.“ Die Werke Indréns zeigen realistisch dargestellte Vögel und andere Tiere: „Die Werke der Serie sind Vögel thematisierende Allegorien, in denen mit nordischer Pietät und slavischer Poesie eine skandinavische, durch Melancholie geprägte Naturerfahrung behandelt wird“, so Indrén.

In den Werken des Künstlers kreuzen sich die unterschiedlichen Sprachen und Kontexte der Geschichte des Stilllebens und der zeitgenössischen Kunst. Tote Objekte lebendig darzustellen ist eines der zentralen Themen in der westlichen bildenden Kunst, das Zeichnen wiederum hat im Kontext der zeitgenössischen Kunst der letzten Zeit die ihm gebührende Aufmerksamkeit erlangt. Der Künstler kommentiert wie folgt: „Der leere Raum in meinen Werken symbolisiert den weiten Raum des Todes, welcher als das Unbekannte auf uns alle wartet. Meine neurotisch-penible Linie versucht diese weiße Unendlichkeit zu füllen, wenn meine eigene Todesangst eine visuelle Form annimmt.“

Beim Zeichnen verschränken sich die Wahrnehmung und das Erstellen des Bildes und erzählen von der Vielschichtigkeit und Komplexität des Entstehungsprozesses der Kunstwerke und davon, wie man durch diesen Prozess viele Einblicke auf das Wesen der Welt, den Schaffenden und die Reaktionen der Betrachter gewinnt.

Indrén vertraut auf das darstellende Werk und beschreibt die Bedeutung des Realismus für sich selbst wie folgt: „Als Bildschaffender versuche ich handwerkliches Können zu zeigen, das den Betrachter vor dem Werk fesselt und ihm die Möglichkeit gibt, inne zu halten und eine eigene Interpretation zu finden.“

Technisches Geschick sollte bei Indrén keinesfalls gering geschätzt werden. Realitätstreue, Lebendigkeit, Trompe l’œil charakterisieren alle treffend sein Werk. Das realistische Aussehen lässt uns stehenbleiben, ein Gefühl der Realität lockt uns an und trägt uns in seine Phantasien. Die Stimmung in seinen Werken wandert vom Elegischen zum Grotesken oder vom Melancholischem zum Komischen. Er erzählt seinen Betrachtern, wie ein Kadaver schön sein kann und wie Schönes die Zeichen des Todes trägt. Sampsa Indréns Welt lobt und zelebriert das genaue Hinsehen und visuelles Erfahren.

Sampsa Indrén, geboren 1975, ist ein bildender Künstler aus Porvoo. Er studierte Bildende Kunst an der Aalto University, Helsinki, und schloss 2012 mit einem Master of Arts ab. Draw ’em Dead ist seine elfte Einzelausstellung.
Werke unter anderem in den Sammlungen des finnischen Staates, des finnischen Kunstvereins, des Rathauses von Helsinki sowie in Privatsammlungen in Finnland und im international.
zurzeit Gemeinschaftsausstellung „Kuvan täydeltä“ in Purnu, Orivesi
2016 unter anderem Gemeinschaftsausstellung „Häpeä“ (Schande) in Kerava und Muurmansk

Juha-Heikki Tihinen
Dr. phil., Kunsthistoriker und -kritiker (AICA)

Eröffnung am 31.7.2015 um 19:00 Uhr
Herzlich Willkommen!

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Tervetuloa Sampsa Indrénin näyttelyavajaisiin
perjantaina, 31. heinäkuuta 2015
klo 19:00 Galerie TOOLBOXissa
Galerie TOOLBOX

Sampsa Indrén: Draw ’em Dead – Galerie TOOLBOX

Sampsa Indrénin Draw ’em Dead on suomalaisen kuvataiteilijan ensimmäinen yksityisnäyttely Berliinissä. Taiteilija kuvaa itse teostensa taustoja seuraavasti: ”Teokseni ovat lyyris-graafisia tutkielmia kaiken katoavuudesta ja luonnon armottomasta kiertokulusta. Kuolema on kasvualusta, jossa uusi, vitaali ja kaunis kukoistaa.” Indrénin teoksissa on nähtävillä realistisesti esitettyjä lintuja ja muita eläimiä, minkä kanssa hänen piirrosjälkensä ekspressiivisyys ja vaihtelevuus kontrastoi. Hän kertoo itse teostensa taustasta seuraavaa: ”Sarjan teokset ovat lintuaiheisia allegorioita, joissa pohjoismaisella pieteetillä ja slaavilaisella runollisuudella käsitellään skandinaavista melankolian sävyttämää luontokokemusta.”

Taiteilijan teoksissa risteävät asetelmataiteen historian ja nykytaiteen erilaiset kielet ja kontekstit. Kuolleiden asioiden kuvaaminen elävästi on länsimaisen kuvataiteen keskeisiä teemoja ja nykytaiteen kontekstissa taas piirtäminen on saanut ansaitsemansa huomion viime aikoina. Taiteilija lausuu itse seuraavasti: ”Teoksieni tyhjä tila symboloi kuoleman avaruutta, joka tuntemattomana odottaa meitä kaikkia. Tätä valkeaa loputtomuutta neuroottisen pikkutarkka viivani pyrkii täyttämään, kun oma kuolemanpelkoni saa visuaalisen muodon.”

Piirtämisessä havaitseminen ja kuvan luominen linkittyvät toisiinsa ja kertovat siitä, miten monipuolinen ja mutkainen taideteosten syntymäprosessi onkaan ja kuinka paljon siinä avautuu näkymiä maailman olemukseen, tekijään ja katsojien reaktioihin. Indrén luottaa esittävään teokseen ja kertoo realismin merkityksestä itselleen seuraavasti: ”Kuvantekijänä pyrin osoittamaan kädentaitoa, joka vangitsee katsojan teoksen ääreen ja antaa mahdollisuuden hiljentymiseen ja omaan tulkintaan.”

Teknisen taidokkuuden merkitystä ei ole syytä vähätellä Indrénin kohdalla. Näköisyys, elävyys, trompe l’œi ovat kaikki osuvia luonnehdintoja hänen teostensa kohdalla. Näköisyys pysäyttää meidät ja kulkeudumme hänen fantasioihinsa todentunnun kautta ja sen houkuttamana ja kannattelemana. Hänen teoksensa liikkuvat tunnelmiltaan elegisestä groteskiin tai melankolisesta koomiseen. Hän kertoo katsojilleen, kuinka raato voi olla kaunis ja kuinka kaunis kantaa kuoleman merkkejä. Sampsa Indrénin maailma on tarkkaan katsomisen ja visuaalisen kokemisen ylistystä ja juhlintaa.

Sampsa Indrén (1975) on porvoolainen kuvataiteilija. Hän valmistui vuonna 2012 Taiteen maisteriksi, Aalto Yliopiston Taiteiden ja Suunnittelun korkeakoulusta. Hänen teoksiaan on muun muassa Suomen valtion, Suomen Taideyhdistyksen, Helsingin kaupungintalon kokoelmissa ja yksityiskokoelmissa Suomessa ja ulkomailla. Draw ’em Dead on hänen yhdestoista yksityisnäyttelynsä. Hänen teoksiaan on näytteillä myös yhteisnäyttelyssä Kuvan täydeltä Purnussa, Orivedellä. Ensi vuonna hänen teoksiaan tullaan näkemään muun muassa yhteisnäyttelyssä Häpeä Keravalla ja Muurmaskissa.

Juha-Heikki Tihinen
FT, taidehistorioitsija, kriitikko (AICA)

Avajaiset 31.7.2015 klo 19:00
Tervetuloa!

WIR FRAUEN / WE WOMEN / ME NAISET
27.6.–26.7.2015

Opening-times: Di–Sa/ Tue–Sa: 14-18 Uhr |

Anna Kaisa Ant-Vuorinen,
Satu-Minna Suorajärvi, Veronika Witte |
Photographie/Skulptur/Video |


Die finnischen Bildhauerinnen Anna-Kaisa Ant-Wuorinen und Satu-Minna Suorajärvi behandeln in ihren Arbeiten brutale und vulgäre Aspekte des Themas Weiblichkeit. Die dazu eingeladene Berliner Künstlerin Veronika Witte ergänzt die Ausstellung mit einer Videoarbeit die jegliche Genderzugehörigkeit zurücklässt und den Focus auf die Identifkation der Aktion lenkt.

Anna-Kaisa Ant-Wuorinen setzt seit jeher die formalen und inhaltlichen Qualitäten von gebrauchten und recycelten Materialien ins künstlerische um. In den Objekten dieser Ausstellung, die während eines ausgedehnten Brasilienaufenthaltes entstanden sind, verwendet sie Silikonimplantate, noch in eingepflanztem Zustand oder wieder als Abfall, fotografisch oder skulptural. Brasilien weist nach den USA die meissten Schönheitsoperationen auf. Es kommt vor, dass junge Brasilianerinnen jährlich ihre Implantate wechseln, manchmal in Grössere, manchmal in Kleinere. Verformt werden dabei nicht nur Brüste sondern auch Schenkel, Oberarme, Po (brasilian butt).
Die plastische Chirurgie macht es möglich, den weiblichen Körper nach dem jeweils herrschenden Schönheitsidealen fast grenzenlos zu modifizieren. Auch verunglückte Eingriffe haben einen vulgären Reiz, der die Opfer oft zu weiteren Eingriffen verleitet, mit immer dramatischeren, groteskeren Auswirkungen.

Für “Das Mädchen von Ipanema 2000”, dessen Titel auf den berühmten Bossa Nova verweist, der eine vorbeiwandelnde unerreichbare Schönheit bewundert, machte sie am Strand von Ipanema Aufnahmen von zufällig vorbeigehenden “schönen Menschen”.
In der Favela Cidade de deus (Stadt Gottes), in der es üblich ist, Kindern die Namen von biblischen Heiligen zu geben, hat sie Frauen fotografiert, deren Bikinioberteile aus Implantationsrückständen ihrer wohlhabenden Geschlechtsgenossinnen bestanden.
Satu-Minna Suorajärvi ist Bildhauerin und Ärztin. Sie arrangiert figurative Elemente in Animationen, Installationen und Plastiken. Ihre Arbeiten behandeln die Fragilität des menschlichen Körpers, die Fragmentarität der Psyche, die Begrenztheit des individuellen Daseins im Verhältnis zu den Errungenschaften der Menschheit insgesamt.

Die Plastik “Nude” aus dem Jahr 2007 hat Identitätsverlust zum Thema. Die ihrer Haut beraubte Figur ist ohne Alter, ohne Geschlecht, ohne Rasse. Ohne Merkmale ihrer Weiblichkeit wirkt sie wie das Opfer einer Gewalttat.
Die “Sitzende Frau” (2014) ist abstrakter und von den Techniken des 3D Druckes beeinflusst. Die Figur auf dem Stuhl zersetzt sich, in drehender Bewegung, vom Körperhaften zum Skelett. Die Arbeit versinnbildlicht, wie der sich in der Gesellschaft etablierenden Frau die Macht entgleitet. Sie ist dargestellt als passiv sitzende, von Zeit und Umwelt verbogen und verzerrt.

Ursprünglich von der Bildhauerei kommend arbeitet Veronika Witte heute an einem erweiterten Portraitbegriff, den sie befragend multidiszplinär und vielgestaltig verfolgt und dabei Schnittstellen zwischen Kunst, Theater und Wissenschaft auslotet. Ich portraitiert, indem sie Fragen stellt und sie mit wissenschaftlichen Strategien, skulpturalen und performativen Elementen verknüpfe. All ihren Arbeiten liegt das permanente Interesse an der Rolle des Körpers in unserer Gesellschaft und als zukünftige Gestaltungsressource zugrunde.
Am Ende einer Feldforschung steht immer eine eigenständige skulpturale Inszenierung mit Videos, Objekten oder auch raumgreifenden szenischen Installationen für Musik, Tanz und Opern.
Für die Ausstellung hat Witte Vdeoinstallation Baal 2009 ausgewählt. Eine Figur die sich jenseits von Genderzughörigkeit bewegt. Mit ambivalenten Bewegungen lösen sich die Strukturen/Schemata eines klar umrissenen Körpers auf. In der Bildbearbeitung wurden jegliche Binnenstrukturen von Personen und Gegenständen fast vollständig gelöscht. Auf fast-schwarze Silhouetten reduziert, mit einer Grobkörnigkeit und starken Kontrastwerten versetzt, wurde das 30 sec Rohmaterial in Einzelsequenzen dekonstruiert, neu zusammen gesetzt, rhythmisiert und extrem verlangsamt, so dass eine neu komponierte und eigenständige Choreographie entstand. Der darunterliegende Soundtrack versetzt die Situation in ein sogartiges Treiben, das immer wieder von vorn beginnt. Das Video ist Teil einer Serie von Videos, die auf Videomatrial einer vorgefundenen Situation basieren.

transformation

Die Transformation
29.5.–20.6.2015

Matti Vainio

29.5.-20.6.2015

Öffnungszeiten: Die.-Sa. 14-18 Uhr

Vernissage: Fr. 29. 5. 2015 um 17 Uhr

web: www.mattivainio.wordpress.com


English

Die Transformation

Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum meiner neueren Arbeiten; Zeichnungen und Drucke sowie Mischungen aus diesen Techniken.

Meine Arbeiten greifen verschiedene Stile und Traditionen auf. Ich entwickle in ihnen eine eigene Erzählung von meinem persönlichen Standpunkt aus; sie zeigen meine Sicht auf die Welt, auf Dinge und Menschen. Figurative Elemente in meinen Bildern bestehen aus Kombinationen verschiedener Stile. Sie erzeugen einen Raum innerer und äußerer Transformation. Durch solche Transformationen lernen Menschen sich selbst von einer neuen Seite kennen und integrieren diese neuen Ideen und Erkenntnisse in ihr Leben. In der inneren Transformation vereinen sich Aufmerksamkeit und unterschwellige Machtkämpfe, die ich zu verstehen und in meinen Arbeiten darzustellen versuche, indem ich dem stillen Wissen zuhöre. Die Arbeiten sind als ein Zeichen für jenen Punkt aufzufassen, an dem meine persönliche Erfahrung der sozialen Wirklichkeit mit der allgemeinen, überindividuellen zusammenfällt und auseinanderläuft.

Außer mit der Darstellung von Transformation in Metaphern beschäftige ich mich mit kulturellen Codes von Identität, Sexualität, Dekonstruktion und Hoffnung.

Einige der gezeigten Werke sind ihrer Natur nach mehrteilig. Diese Vielteiler bestehen aus kleinen Fragmenten, die verschiedene Weltsichten zeigen, in denen der Mensch und die Gesellschaft zusammen eine mosaikartige temporale Karte bilden, in der jedes Einzelelement von Bedeutung ist. Diese Karte verbindet Augenblicke des alltäglichen Lebens von Menschen und baut sie neu zusammen, sie greift Wissenspartikel und Gefühle auf, die sich im Leben ansammeln.


Transformation

The exhibition is a broad presentation of my recent drawings and prints, as well as combinations of these media.

My artworks combine styles and traditions, creating a narration from my point of view and the way I handle world phenomena and humanity. Figures in my artworks consist of combinations of styles representing a space of internal and external transformation. And thru this transformation man learns to know himself in a new way, and starts to adapt these new ideas and information to his or her life. Transformation within combines awareness and subliminal power struggle, which I will try to understand and represent with my artworks, listening to silent information. It is a sign on the state in which the personal and the general social reality converge and diverge in my artworks.

In addition to representing transformation using metaphors, I try to ponder upon, cultural identity code, sexuality, deconstruction and hope in my artworks.

Some of the exhibited artworks are multipart by nature. These multiparties consists of small fragments showing different worldviews, in which man and society together forms a temporal and a mosaic map where every part counts. This map connects and rebuilds together moments of people’s everyday lives and picks up bits and pieces of knowledge and emotions accumulating in life.

Malerei Andreas Wolf

Ungegenständliche Malerei | 24.4.—21.5.2015

Andreas Wolf

Non representational paintings

Eröffnung: Fr. 24. 4. 2015 um 19 Uhr

Einführung: Mika Karhu, Finnland (in Englisch)

Videos: Annette Zobel, Mannheim

Web: www.andreaswolf.net

Öffnungszeiten: Sa. 25. 4. und So. 26. 4. von 14.30 – 17:30 Uhr und Do. – Sa. 16:30 –19:30 Uhr

painting Andreas Wolf painting Andreas Wolf

Artist´s Statement

In meinen ungegenständlichen Bildern beschäftige ich mich mit der Entwicklung komplexer Bild-Strukturen. Meine Bilder entwickeln sich aus sich selbst. Es gibt keine Idee, kein Konzept, keine Strategie, keine Titel. Ich setze eine erste Fläche, einen ersten Punkt, eine Linie auf den Bildgrund und von da an reagiere ich auf das, was ich sehe. Beim Malen versuche ich den Punkt zu finden, bei dem Offenheit und Prägnanz des Gesamteindrucks für mich überzeugend wirken. Alle Elemente sollen möglichst mit allen anderen Elementen des Bildes interagieren, visuelle Schwerpunkte versuche ich zu setzen – und gleichzeitig in der Schwebe zu halten. Das Bild ist dann fertig, wenn es sich einer unmittelbaren Erfassung entzieht, sich aber nach kurzer Zeit doch ein oder mehrere schlüssige Wege durch das Bild aufzeigen. Interessant dabei ist für mich zu sehen, wie ich auf diese komplexe visuellen Strukturen reagiere. Irgendwie intuitiv körperlich und sehr konkret zu beobachten, wie Bilder manchmal funktionieren und manchmal nicht. Das fertige Bild ist die Chronik seines Entstehungsprozesses – ein Prozess, der beim nächsten Bild, mit den hinzugekommenen Erfahrungen, fortgeführt wird. Die Formen innerhalb des Bildes sind nicht abbildhafter, sondern prozesshafter Natur.

Die Frage, wie wir uns als Menschen in komplexen Bildern orientieren, sowie das Prozesshafte von jeglichem Bildbewusstsein ist Thema dieser Malerei.


Artist’s Statement

The object of my non-representational work is developing complexly structured pictorial spaces. Every painting starts from a blank canvas; there is no preconceived idea, concept or strategy and there are no titles for the finished paintings. The starting point is the first colour patch, point or line, to which I then react with corresponding or contrasting patches, lines or points.

In painting I try to find that moment, in which openness and the definitive are balanced. Each and every single element of the picture should interact with all of the others. I try to set focal points or emphases, but these should never overpower the equilibrium of ambiguity. The painting is finished, if and when it resists an immediate comprehension, but offers at least one or a few different ways of perception or interpretation. For me it is interesting to note how I myself react to the picture’s visual structures; somehow on a physical level, like intuition, and it’s interesting to notice how paintings sometimes ‘work’ and sometimes don’t.

The finished picture is a kind of chronicle of its own creation – an ongoing process which continues in the next painting, with the experience gained during development of the previous one. The pictorial elements do not depict anything specific but instead represent the concept of process. The overreaching idea of my paintings is the question: how human beings perceive abstract images and how orientation in complex pictorial structures functions.

 

Foto Toolboxfenster

Nach dem Gedächtnis | 2.4.–20.4.2015

Videoscreening


 

Als Menschen brauchen wir Erfahrungen, und wir sind davon abhängig, dass wir Erinnerungen bilden können. Wenn das Gedächtnis versagt, gehen die Erinnerungen verloren.

As human beings, we depend on our experiences and the formation of memories. If remembrance is lost, the memories will be lost.

Artists:

Curator: Mika Karhu