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Galerie Toolbox Berlin

Meeting Point | 24.11.–16.12.2017

Maija Helasvuo, Markku Hirvelä, Johanna Ilvessalo, Pekka Kauhanen, Irma Laukkanen, Olli Mantere, Kajsa Mattas, Susanne Ring, Anneli Sipiläinen, Heimo Suntio, Nora Tapper, Veronika Witte

Sculpture Exhibition

Welcome: Vernissage / Opening: Friday / Freitag 24.11.2017, 7pm |
Öffnungszeiten Kolonie-Weekend / Friday 7–10pm, Sunday 2-6pm |
Ausstellungsdauer / Exhibition open: 24.11.–16.12.2017 |
Öffnungszeiten/ Opening hours: Wed-Sa 3-7pm |

An Feiertagen ist die Toolbox geschlossen |
On Bank holidays Toolbox is closed


German Text
Finnish Text

Meeting Point

Meeting point is a collective miniature sculpture exhibition by nine Finnish, one Finnish, in Sweden working, as well as two German sculptors. The purpose of the exhibition is to function as a Meeting Point for sculptors, sculptures and audience.

I did not exactly curate the exhibition. My concept in the Projekt Raum Toolbox is to create an abundant and rich miniature sculpture hassle – a show room, in which the differences and similarities of the works can freely appear and shift to the viewer’s memory as a visual mental image. What I hope for, is that the viewer gets emotionally and intellectually touched, while being surrounded by the sculptures.

Since early cult objects, especially sculptures have functioned as a concrete, tangible possibility for humankind to process emotions and thoughts, which are of abstract nature. In this possibility lies the unique power of sculptures – regardless of method, size or material.

Maija Helasvuo
Sculptor, MFA


Meeting Point

Meeting point ist eine gemeinschaftliche Ausstellung aus Miniaturskulpturen von neun finnischen, einer finnischen, in Schweden ihr Lebenswerk schaffenden, sowie zwei deutschen BildhauerInnen. Der Zweck des Meeting point ist es, als Treffpunkt für BildhauerInnen, Skulpturen und Publikum zu dienen.

Im Grunde habe ich die Ausstellung nicht kuratiert. Mein Konzept ist es, im Projekt Raum Toolbox ein üppiges und reiches Tohuwabohu aus Miniaturskulpturen zu kreieren – einen Showroom, in dem sich die Differenzen und Gemeinsamkeiten der Werke frei zeigen und sich als visuelle Vorstellungen in das Gedächtnis der ZuschauerInnen übertragen können. Ich hoffe, dass die von Skulpturen umgebenen ZuschauerInnen emotional und intellektuell berührt werden.

Schon seit frühen Kultobjekten hat insbesondere die Skulptur als konkrete, greifbare Möglichkeit gewirkt, Emotionen und Gedanken zu verarbeiten, welche vom Charakter her abstrakt sind. In dieser Möglichkeit verbirgt sich die einzigartige Kraft der Skulpturen – unabhängig von Methode, Größe oder Material.

Maija Helasvuo
Bildhauerin, M.F.A.


Meeting Point

Meeting point on yhdeksän suomalaisen, yhden suomalaistaustaisen Ruotsissa elämäntyönsä tehneen sekä kahden saksalaisen kuvanveistäjän yhteinen pienoisveistos-näyttely.
Meeting point:n tarkoituksena on toimia veistäjien, veistosten ja yleisön kohtaamispaikkana.

En ole varsinaisesti kuratoinut näyttelyä. Konseptinani on luoda Projekt Raum Toolboxiin runsas ja rikas pienoisveistos hässäkkä – show room, jossa teosten erot ja yhtäläisyydet voivat vapaasti tulla esiin ja siirtyä visuaaliseksi mielikuvaksi katsojan muistiin. Toivon katsojan tulevan emotionaalisesti ja älyllisesti kosketetuksi veistosten ympäröimänä.

Varhaisista kulttiesineistä alkaen on erityisesti veistos toiminut konkreettisena, käsinkosketeltavana mahdollisuutena ihmiskunnalle käsitellä emootioita ja ajatuksia, jotka ovat luonteeltaan abstrakteja. Tässä mahdollisuudessa piilee veistosten ainutkertainen voima – tekotavasta, koosta tai materiaalista riippumatta.

Maija Helasvuo
Kuvanveistäjä, KuM

Plakat Ausstellung Galerie Toolbox

Nachstein | 29.7.-19.8.2017

Group exhibition

Artists:

Maija Helasvuo, Minna Jatkola, Mika Karhu, Juha Sääski, Andreas Wolf, Jyri Ala-Ruona, Alexander Horn, Ritva Larsson, Ville Mäkikoskela, Noora Nio-Juss, Erkki Nampajärvi, Jussi Pyky, Jyrki Riekki, Ilkka Sariola, Uwe Sennert

Welcome: Vernissage / Opening: Freitag / Friday 28.07.2017, 7pm
Öffnungszeiten Kolonie-Weekend / Sunday 3-7pm
Ausstellungsdauer / Exhibition open: 29.7.-19.8.2017
Öffnungszeiten/ Opening hours: Wed-Sa 3-7pm

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picture

Liminal | 27.1.–18.2.2017

Visual artists from Germany and Sweden approach the topic of Liminality.

Vernissage / Opening: Freitag / Friday 27.01.2017, 18 Uhr
Öffnungszeiten Kolonie-Weekend / Sunday 2-6pm
Ausstellungsdauer / Exhibition open: 27.01 – 18.02.2017
Öffnungszeiten/ Opening hours: Mi-Sa / Wed-Sat 2-6pm
Finissage: Friday, 17.2. 5pm

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Liminal: etymology “limes” (Latin) meaning threshold. The word liminal is used in connection with: (1) a transition period or the initial stage of a process, (2) that something occupies a position, or both sides of a border or threshold.

 

 

Liminal condition can be described as a place where we are open to anything; where we leave the “ordinary” and allows something else to occur. The transition can be described as passing a threshold or break through a membrane. The shift may be perceived as intimidating as the need for control is suspended, but at the same time a possibility for change and renewal. The liminal in-between space is characterized by openness, active listening and adherence to things that occur.
How does a liminal place feel; where can you find it, and what does it look like? In the project “Liminal” the participants gives their vision on the theme. Art can open doors  and let us enter places in new ways, not available before.

The project is part of “Being In The World,” an international and interdisciplinary practice-based art project that explores temporal and spatial perception. The idea is that participants work together to come closer to the topic, get together, discuss it and make new works.

http://beingintheworld.net/project/liminal

Emotional Circus | Kunstverein Viernheim, Strümpfe Mannheim
2.9.–15.10.2016

Ausstellungsorte:

Toolbox exhibition in South Germany |

  • Kunstverein Viernheim Hügelstraße 24, 68519 Viernheim
  • Kunsthaus Viernheim Rathausstr. 36, 68519 Viernheim
  • Strümpfe Mannheim Jungbuschstraße 3, 68159 Mannheim

Ein Kooperationsprojekt des Kunstvereins Viernheim mit Strümpfe Mannheim und Toolbox Berlin


Kunstverein Viernheim, Kunsthaus Viernheim
9. 9.–15. 10. 2016
Vernissage: 9. 9. 2016, 19 Uhr im Kunsthaus
Begrüßung: Dr. Laura Hirvi, Finnland-Institut Berlin
Öffnungszeiten
Do+Fr 15–18 Uhr und Sa 10–13 Uhr sowie nach Vereinbarung

www.kunstverein-viernheim.de


2. 9.–23. 9. 2016
Strümpfe Mannheim
Vernissage: 2.+3.9. 2016 ab 20 Uhr
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.struempfe-jungbusch.de


Toolbox Artist Group Finland Berlin

Maija Helasvuo, Installation | Sampsa Indrén, Zeichnung
Minna Jatkola, Malerei | Mika Karhu, Video, Zeichnung
Niina Räty, Malerei | Juha Sääski, Malerei
Matti Vainio, Zeichnung | Andreas Wolf, Malerei


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Emotional Circus

von Anna E. Wilkens

Der Diskurs um die Emotionen ist nicht neu; im Zuge gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse beginnt das Reden über Gefühle in der Aufklärung um 1750 mit der „Empfindsamkeit“. Gefühle blieben seither Thema besonders in ästhetischer Theorie und in der im 19. Jahrhundert neu entstehenden Psychologie. Einen bemerkenswerten Aufschwung jedoch nahm die Aufmerksamkeit für Gefühle seit der Jahrtausendwende – eine Reihe neuer Sonderforschungsbereiche wurde in den Kulturwissenschaften, in Psychologie und Neurowissenschaften eingerichtet und man spricht sogar schon von einem Emotional Turn – vielleicht vorbereitet seit der 68er Wende im Zuge von Ganzheitlichkeitsdiskursen; seither gibt es vielfältige Argumentationen wider die alte Dichotomie von Ratio (positiv bewertet) mit ihrem angeblichen Gegenteil, der Emotio (negativ bewertet). Die Vernunft galt als zivilisiert und der Kultur zugehörig, das Gefühl als irrational und „natürlich“.

Bedeutet nun das vermehrte (wissenschaftliche) Reden über Emotionen auch eine Zunahme von Gefühlen? Höchstwahrscheinlich nicht. Und ebenso wenig ist es ein Indiz für eine „Befreiung“ der Gefühle – dass Gefühlsäußerungen (außer im Privaten) etwa zunähmen oder salonfähig würden. Man kann sogar, Foucaults Argumentation in Sexualität und Wahrheit folgend, die These aufstellen, dass die Sichtbarmachung der Gefühle im Diskurs eher zur noch stärkeren Beherrschung von Gefühlen beiträgt, indem der Diskurs immer auch normativ ist. Ein Indiz für die Präsenz eines Diskurses kann die Anzahl der Publikationen zu einem Thema sein: Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (zum Beispiel) findet man tatsächlich eine Reihe von neuen Titeln zum Thema „Emotion“; es sollte jedoch zu denken geben, dass ein sehr großer Teil davon gar nicht in Kulturwissenschaften, Psychologie oder Neurowissenschaften erschienen ist, sondern in der BWL: Marketing einerseits und Personalführung andererseits. Dass wir alle von der Werbung zum Konsum bewegt werden (sollen), wissen wir; und Emotionale Intelligenz gehört heute zur Ausstattung einer vollwertigen Arbeitskraft. Und die Ratgeberliteratur seit den 70er-Jahren etwa hilft uns nicht nur bei der „Selbstfindung“ und Entdeckung unserer eigenen Gefühle, sondern sie legt implizite Normen fest, nach denen wir beispielsweise immerzu glücklich sein sollen und in Beziehungen auf jeden Fall erfüllte Liebe finden. Etwas zu erkennen, es präzise und differenziert erfassen zu können, führt immer auch zu größerer Beherrschbarkeit, ermöglicht Kontrolle. Der Prozess der Zivilisation (Elias), in dem der Fremdzwang zum Selbstzwang wird, wird fortgeschrieben.

Wirklich neu am zeitgenössischen Emotionsdiskurs seit etwa 2000 ist, dass auch in wissenschaftlichen Forschungen nun davon ausgegangen wird, dass menschliches Leben stets ein Zusammenspiel zwischen Denken und Fühlen sei; das Fühlen informiert das Denken und das Denken beeinflusst das Fühlen. Und das gilt im Bereich des privaten, individuellen Gefühls und Denkens als auch in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen (öffentlich); Emotionen werden von gesellschaftlichen Strömungen geprägt, sie sind folglich mindestens partiell historisch und nicht überzeitlich (das bedeutet auch, dass es Emotions-Moden gibt), und umgekehrt bestimmen die Gefühle ihrerseits gesellschaftliche Entwicklungen mit. Das impliziert auch, dass ein Wandel stattgefunden hat in der Wahrnehmung von Emotionen, die nicht länger als nur passiv (Passion), also erlitten und als Reaktion auf Umweltreize angesehen werden, sondern ihrerseits – aktiv – ihre Umwelt bestimmen oder jedenfalls beeinflussen.

Der Bereich der Kunst nun gilt seit ihrer Autonomisierung als eine Art Freiraum, in dem Elemente menschlichen Lebens sowohl thematisiert als auch ausgelebt werden können, die sonst unsagbar sind, entweder, weil sie tabu, oder aber, weil sie (noch) nicht wissenschaftlich erfassbar sind.

Die Künstlerinnen und Künstler der TOOLBOX zeigen in Viernheim unterschiedliche künstlerische Positionen zum Thema Gefühle: Die Werke beschäftigen sich mit Gefühlen im Schaffensprozess; mit Gefühlen, die als potenziell zerstörerische Unterströmung nicht zuletzt von Machtverhältnissen und Politik hervorgerufen werden; mit dem Sinnlichen von Kunstwerken; und auch damit, wie Medien und Werbung mithilfe psychologischer Erkenntnisse bestimmte Emotionen in ihrem Publikum hervorrufen.


Emotional Circus

Anna E. Wilkens

Talk about emotions isn’t new; in modern age Europe the discourse on feeling has its origin in philosophical and literary ‘Sentimentalism’ during the Age of Enlightenment, around 1750. Since then, emotions have constantly been a popular topic, especially in aesthtic theory and psychology, as a new discipline of the 19th century, though there has been a remarkable increase in attention to emotions in early 21st century. A number of special research facilities focussing on the study of emotions, mainly in Cultural Studies, Psychology and Neuroscience, have been established since the turn of the century, and the term emotional turn has been coined. Maybe this new attention to emotions has its roots in the seventies with the shift towards more universal and holistic approaches to the interpretation of society.
Nowadays we find a lot of arguments to dissolve the classical dichotomy of reason (with a positive connotation) vs. emotion (negative). Reason was deemed civilised and an aspect of culture; emotion on the other hand was conceived as irrational and belonging to nature.
Now, does the broadening of (academic) discourse on emotions mean that we actually feel more? Or are emotional outbreaks in public more acceptable than before? Probably not.

Following Foucault’s reasoning in The History of Sexuality, we could argue that the increase in talk about emotions doesn’t indicate any kind of liberation of feeling, but, on the contrary, that greater attention to the discourse on emotions engenders an enforcement of control of emotions, in that any discourse is, among other things, always also normative and an instance of regulation or even domination.
As evidence for its importance in contemporary thought the number of publications on the topic can be taken: In the catalogue of the German National Library for example we find a myriad of titles about emotions; but it is quite sobering that very many of these books on ‘emotion’ aren’t published in Cultural Studies, Psychology or Neurosciences, but in Business Theory: Marketing and Personnel Management. It is a well known fact that we all are (supposed to be) manipulated by advertising, and today emotional intelligence is something every employee should bring to the workplace.

And self-help literature doesn’t only helps us ‘find ourselves’ and ‘discover our emotions’ but also installs a set of implicit norms, according to which we are supposed to be constantly happy, and in intimate relationships by all means be fulfilled through love.
Awareness and knowledge about something always facilitates greater manageability, increases control. The Process of Civilisation (Elias), the transformation of external constraints into self-constraintsort, continues.

The novelty in contemporary discourse on emotions is the consideration even in scientific and scholarly research that human life always is an interplay of thought and emotion; feeling informs thinking, and reason influences emotions – in private, individual thought and emotion as well as in broader societal contexts (public); emotions are shaped by publicly discussed ideas, which means that they are at least partially historical and therefore subject to modification (from this follows that there must be fashions of emotion), on the other hand, feelings are important in shaping political and social change.
All of this implies that there must have taken place a change in the perception of emotions, which nor longer are conceived as passive, something which is endured, suffered and a reaction to external stimuli, but as active, in so far as they inform and influence life in the world.

Art is deemed to be free and is considered to be a kind of residual of liberties, a space in which you can speak of aspects of human life that are usually not spoken of and act out emotions that might be taboo otherwise, or there can be talk about phenomena that haven’t (yet) found a scientific explanation.
The artworks in the exhibition show various approaches to the topic of emotions: one’s own emotions in the process of creating an artwork; potentially disruptive subcurrents, last but not least engendered by hegemonial forces and politics; the sensual aspects of artworks; and also, how media and advertising strive to evoke certain emotions in their target groups through psychological tools.


Logo Finnlandinstitut

artwork Marja-Bonada

Kaukaa Yhdessä | Gyda`n Gilydd o Be | 24.6.–23.7.2016

Artists from Wales and Finland |

Marja Bonada, Ink paintings
Ant Dickinson, performance and video
Maija Helasvuo, Sculptures
Amy Sterly, Wood Cut

Toolbox – Finnisch-Deutscher Projektraum, Koloniestraße 120

Vernissage: Freitag 24. Juni um 19 Uhr
Öffnungszeiten Kolonie-Wochenende: So. 26. Juni von 14–18 Uhr
Ausstellungsdauer: 24. Juni bis 23. Juli 2016 | Öffnungszeiten Di–Sa 14–18 Uhr

An Feiertagen ist die Toolbox geschlossen | On Bank holidays Toolbox is closed


Für die deutsche Version bitte nach unten scrollen

 


Ant Dickinson

I am developing work that I have recently been working on as part of an Arts Council of Wales funded project looking at the use of algorithms and generative systems in the production of music.

I am exploring how similar techniques can be used to produce sound responsive visuals within live performances, particularly focusing on the use of noise within image generation.

I am particularly interested in the relationship that this ‘automatic’ approach within my digital work relates to Marja Bonada’s ‘automatic’ painting technique.

Amy Sterly

My woodcuts were originally inspired by a trip to Berlin and the Bauhaus architecture. Buildings which embodied the notion of bringing art and craft to the everyday life of the city. Working alongside Maija in Finland before has inspired a notion of the domestic in my work. By using rolling pins and other wooden objects to print scenes of rural landscapes, I am inserting a story into the objects and imagery, which is subverted by the comic speech bubbles and exclamations to create a menacing undercurrent in the rural idyll.

Marja Bonada

To me these Pendulum Drawings are drawings done by the Earth. They are a trace of the rotation of the Earth, and the forces that act on the pendulum. They illustrate the balance that exists in nature, it is nothing to do with humans, how this balance exists, we often only disturb and upset it. But this same balance exists within us as well.

Whatever we do, or don’t do, the world will keep on turning in its regular harmonious way, with its own rules that always work perfectly. Making these drawings has made me realise that fundamental fact of the Universe it is perfect, and if it ever goes out of balance, it corrects itself, and that imbalance and re-balancing is part of the pattern of life.

Maija Helasvuo, Sculptor

At the centre of Maija Helasvuo’s art, are the different levels of human feeling. Her sculptures picture peoples basic emotional dynamic; loss, vulnerability, closeness and our dependence on social interaction. Each person is a part of the complete community of humanity. Through communal experience and all the social forms within it, the process of an event is formed, the connection and interaction of which makes up the whole content of human society.

That which acts on the powerful emotions inside society as a directing force is in one way or another a common factor and causes a process of emotional adaptation. Things that happen in our environment affect us. Helasvuo’s sculptures picture this invisible influence, which is at once adaptable and concrete.

Mika Karhu, Ph.D.


Deutsch

Ant Dickinson

Ich entwickle derzeit eine Arbeit, mit der ich im Rahmen eines vom Arts Council of Wales finanzierten Projektes in letzter Zeit begonnen habe, in der es um Algorithmen und generative Systeme in der Musikproduktion geht.

Ich versuche herauszufinden, wie solche Techniken verwendet werden können, um Visuals in Live-Perfomances zu erzeugen, die auf Soundimpulse reagieren. Dabei nehme ich Geräusche bei der Erzeugung von Bildern in den Blick.

Mich interessiert hier besonders, wie diese „automatische“ Herangehensweise in meiner digitalen Arbeit mit Marja Bonadas „automatischer“ Maltechnik korrespondiert.

Amy Sterly

Eine Reise nach Berlin und die Bauhaus-Architektur haben mich ursprünglich zu diesen Holzschnitten inspiriert. Gebäude, die die Idee der Integration von Kunst und Kunsthandwerk im täglichen Leben der Stadt verkörpern. Die Elemente häuslichen Lebens in meiner Arbeit stammen von meinem Aufhenthalt in Finnland, als Maija und ich zusammengearbeitet haben. Ich verwende Nudelhölzer und andere Holzobjekte, um Szenen bäuerlichen Landlebens zu drucken. Dadurch kommt ein erzählerisches Element in die Objekte und Bilder, das wiederum durch die komischen Sprechblasen und Ausrufe subvertiert wird, mit denen dem ländlichen Idyll eine bedrohliche Unterströmung unterlegt wird.

Marja Bonada

Ich finde, dass diese Pendel-Grafiken eigentlich von der Erde gezeichnet werden. Sie sind Spuren der Erdumdrehung und der Kräfte, die auf das Pendel wirken. Sie illustrieren das Gleichgewicht in der Natur, dessen Existenz nichts mit Menschen zu tun hat, wir stören und erschüttern es bloß. Aber dieses Gleichgewicht gibt es auch in uns selbst.

Was auch immer wir tun oder nicht tun, die Erde wird sich weiter drehen, ruhig und harmonisch, ihren eigenen vollkommenen Gesetzen folgend. Als ich an diesen Zeichnungen gearbeitet habe, ist mir die grundlegende Tatsache der Vollkommenheit des Universums zu Bewusstsein gekommen. Wenn es aus dem Gleichgewicht gerät, korrigiert es sich selbst, und aus dem Gleichgewicht zu kommen und es wiederzufinden sind Teil der Muster des Lebens.

Maija Helasvuo, Bildhauerin

Verschiedene Ebenen menschlichen Fühlens sind zentral in Maija Helasvuos künstlerischem Werk. Ihre Skulpturen machen grundlegend menschliche emotionale Dynamiken sichtbar: Verlust, Verletzlichkeit, Nähe und unsere Abhängigkeit von sozialer Interaktion. Jede Person ist Teil der Gemeinschaft aller Menschen. Durch die gemeinschaftliche Erfahrung und alle möglichen Formen der zwischenmenschlichen Interaktion nimmt ein Ereignis prozesshaft Form an, alle Verbindungen und Interaktionen in solchen Prozessen bilden die Gesamtheit der Bedeutung menschlicher Gesellschaft.

Das, was auf starke Emotionen innerhalb der Gesellschaft als richtungsweisende Kraft einwirkt, ist auf die eine oder andere Weise ein verbindender Faktor und löst einen Prozess emotionaler Anpassung aus. Was in unserer Umgebung stattfindet, hat einen Einfluss auf uns. Helasvuos Skulpturen stellen diesen unsichtbaren Einfluss dar, der gleichzeitig wandlungsfähig und konkret ist.

Mika Karhu, Ph.D.

flyer artist wales

 

Two supernatural monkeys
from Finland |
27.11. – 19.12.2015

 JASMIN ANOSCHKIN & TAPANI KOKKO

Guest: Mr. Ira Schneider (Video)


Vernissage am Freitag, 27.11.2015 um 19 Uhr / Opening onFriday, 27.11.2015 at 7 pm

Herzlich Willkommen / Welcome

TOOLBOX – Finnish Art Space
Koloniestraße 120 | 13359 Berlin Wedding | U-Bahn Osloer Straße

Öffnungszeiten | Opening-times:

  • Di–Sa/ Tue–Sa: 14–18 Uhr

Welcome!


English | Suomi


Eine stolze Prozession

Bunte Holz- und Keramikarbeiten, Tiere und eigentümliche Menschen. Jasmin Anoschkin (* 1980) und Tapani Kokko (* 1969) sind Bildende Künstler aus Finnland, deren Werken eine raue Grundstimmung gemein ist.

Für ihre Skulpturen und Reliefs wurde Holz mit einer Kettensäge, Ton mit groben Gesten geformt. Anoschkin und Kokko haben gemeinsame Wurzeln in der Fantasiewelt der Kindheit, in Spielen und Spielzeugen. Anoschkin stellt sich ihre Tiere neben einem Geburtstagskuchen vor, während in Kokkos Arbeiten Cowboys und Skelette mit Schusswaffen spielen.

Kokko stellt die Neugier dar, die mit Sexualität verbunden ist, die Verwirrung von Heranwachsenden. Ein komikhafter Humor durchzieht seine Werke, inspiriert von der unverblümten Chuzpe primitiver Kunst, und er lässt seine Jungenfiguren zu Männern heranwachsen in einer Welt, in der Frauen stark, erotisch und mutig sind.

Anoschkin ist eine schillernde Expressionistin, die ihre Skulpturen so unverbraucht/frisch in die Welt entlässt, dass sie ein Empfinden von der Anwesenheit der Künstlerin vermitteln. Sie unterwirft sich nicht den ungeschriebenen Gesetzen der Bildhauerei und folgt keiner modernistischen Tradition.

Beide haben eine Neigung zu bemaltem und gefärbtem Holz als Werkstoff. Obwohl ihre Arbeiten bereits in einigen Gemeinschaftsausstellungen zu sehen gewesen sind, entstammen sie doch verschiedenen Welten. Anoschkins Welt ist eine der Märchen und der Tiere, während Kokkos Thema Menschen sind, besonders Kinder. Man kann beiden Werken ihre Nähe zur finnischen ITE (itse tehty elämä: selbstgemachtes Leben) ansehen, zur zeitgenössischen Volkskunst. Kokkos Arbeiten haben außerdem Bezüge zur südamerikanischen Volkskunst.

Die Ausstellung ist karnevalesk, aber hinter dem Komischen verbergen sich schwierige Fragen nach Verschiedenheit und nach der Möglichkeit, Unterschiede auszuhalten. Nobody is perfect – andererseits ist es genau die Unvollkommenheit, die auch Tiere menschlich macht.

Anoschkins und Kokkos Ausstellungen sind Gesamtinstallationen, in denen das Erzählen von Geschichten eine große Rolle spielt. Es kann aber auch jedes einzelne Werk für sich allein rezipiert werden. Dadurch kann sich die Geschichte der Einzelskulptur verändern, aber sie wird nicht ganz verblassen.

Offenbar haben die Figuren der beiden ein gesundes Selbstvertrauen, sie können über sich selbst lachen und sie sind stolz, so zu sein, wie sie sind. Wenn man den Mut aufbringt, sich mit den Skulpturen zu identifizieren, kann das eine ziemlich großartige Erfahrung sein.

Veikko Halmetoja, Kunstkritiker

A proud parade

Colourful wood and ceramics, animals and original, unconventional people – Jasmin Anoschkin (b. 1980) and Tapani Kokko (b. 1969) are Finnish visual artists, whose works share the same rough undertone.

The works are sculptures and reliefs. Wood has been sculpted with chain saw, and clay with crude touch. Anoschkin and Kokko have common roots, that lead to the imaginary world of childhood, plays and toys. Anoschkin imagines her animals by the birthday cake, while cowboys and skeletons play with guns in Kokko’s works. Also, Kokko depicts the curiosity connected to sexuality, the confusion of an adolescent human being. He applies cartoon-like humour, inspired by the honest gall of primitive art, and brings up his sculptures’ boys to men, in a world, where women are strong, erotic, and brave.

Anoschkin is a sparkling expressionist, who releases her works into the world so fresh, that they convey the genuine feeling of the artist’s presence. She doesn’t bow to the unwritten laws of the art of sculpting, nor does she follow the modernist tradition.

Painted and coloured wood is a natural material for them both. Although the sculptors have appeared in several joint exhibitions, their works come from different worlds. Anoschkin’s world of fairytales is the one of animals, while Kokko depicts the world of men, especially of children.

It’s easy to see that both are inspired by the Finnish ITE art, that is, the contemporary folk art. Furthermore, on Kokko’s sculptures and reliefs one can read tales belonging to and detect references to South American folk art.

The exhibition is carnivalesque, but laughter hides difficult questions of difference and enduring difference. Nobody is perfect; on the other hand it is the very imperfection that makes also animals human.

Anoschkin and Kokko break the conventions of setting up the works, as well. Their exhibitions are total installations, gesamtkunstwerk at its best, where story-telling plays an important role. Still, each work can be studied independently. Then, the story of the individual sculpture can change, but it will not fade away.

It seems that the sculptures’ characters have got brisk self-esteem, they can laugh at themselves, and they are proud to look like they do. When one has the courage to identify with the works, the experience will be empowering.

Veikko Halmetoja, art critic

 

 


JASMIN ANOSCHKIN & TAPANI KOKKO

TWO SUPERNATURAL MONKEYS FROM FINLAND

TOOLBOX – Finnisch-deutscher Kunstraum
Vernissage 27.11.2015, 19:00 Uhr


Ylpeä kulkue

Värikästä puuta ja keramiikkaa, eläimiä ja omalaatuisia ihmisiä – Jasmin Anoschkin (s. 1980) ja Tapani Kokko (s. 1969) ovat suomalaisia kuvataiteilijoita, joiden teoksissa on samanlainen rosoinen pohjavire.

Teokset ovat veistoksia ja reliefejä. Puuta on veistetty moottorisahalla ja savea muotoiltu ronskilla otteella. Anoschkinia ja Kokkoa yhdistää juurevuus, joka on vahvasti sidoksissa lapsuuden mielikuvitusmaailmaan, leikkeihin ja leluihin.

Anoschkin kuvittelee eläimensä syntymäpäiväkakun äärelle, Kokon teoksissa länkkärit ja luurangot leikkivät pyssyillä.

Kokko kuvaa myös seksuaalisuuteen liittyvää uteliaisuutta, kasvavan ihmisen hämmennystä aikuistumisen edessä. Hän tekee sen sarjakuvamaisen huumorin keinoin ja ottaa vaikutteita primitiivisen taiteen vilpittömästä julkeudesta. Hän kasvattaa veistostensa pojat miehiksi maailmassa, jossa naiset ovat vahvoja, eroottisia ja rohkeita.

Anoschkin on räiskyvä ekspressionisti, joka laskee teoksensa maailmalle niin tuoreina, että ne välittävät aitoa tunnetta taiteilijan läsnäolosta. Hän ei kumartele veistämisen kirjoittamattomille laeille eikä noudata modernistista veistoperinnettä.

Maalattu ja väritetty puu on molemmille luonteva materiaali. Lukuisissa yhteisnäyttelyissä esiintyneiden kuvanveistäjien teokset ovat silti eri maailmoista. Anoschkinin satumaailma on eläinten maailma. Kokko kuvaa enemmän ihmisten, lähinnä lasten maailmaa.

Molempien teoksissa on nähtävissä vaikutteita sekä erityistaiteesta että suomalaisesta ITE-taiteesta eli nykykansantaiteesta. Kokon veistoksissa ja reliefeissä on luettavissa myös tarinoita ja havaittavissa esteettisiä viittauksia eteläamerikkalaiseen kansantaiteeseen.

Näyttely on karnevalistinen, mutta naurun takana on aina vaikeita kysymyksiä erilaisuudesta ja erilaisuuden kestämisestä. Kukaan ei ole täydellinen, toisaalta juuri epätäydellisyys tekee eläimistäkin inhimillisiä.

Anoschkin ja Kokko rikkovat myös ripustuksen konventioita ja heidän näyttelynsä ovat kokonaisinstallaatioita, joissa tarinankerronnalla on tärkeä osa. Silti jokainen yksittäinen teos kestää itsenäisen tarkastelun. Erikseen nostettuna saattaa veistoksen tarina saattaa muuttua, muttei hiipua.

Tuntuu kuin veistosten hahmoilla olisi reipas itsetunto, kyky nauraa itselle ja ylpeys näyttää juuri siltä miltä näyttää. Kun teoksiin uskaltaa samaistua, on kokemus voimaannuttava.

Veikko Halmetoja, Taidekriitikko

 

WIR FRAUEN / WE WOMEN / ME NAISET
27.6.–26.7.2015

Opening-times: Di–Sa/ Tue–Sa: 14-18 Uhr |

Anna Kaisa Ant-Vuorinen,
Satu-Minna Suorajärvi, Veronika Witte |
Photographie/Skulptur/Video |


Die finnischen Bildhauerinnen Anna-Kaisa Ant-Wuorinen und Satu-Minna Suorajärvi behandeln in ihren Arbeiten brutale und vulgäre Aspekte des Themas Weiblichkeit. Die dazu eingeladene Berliner Künstlerin Veronika Witte ergänzt die Ausstellung mit einer Videoarbeit die jegliche Genderzugehörigkeit zurücklässt und den Focus auf die Identifkation der Aktion lenkt.

Anna-Kaisa Ant-Wuorinen setzt seit jeher die formalen und inhaltlichen Qualitäten von gebrauchten und recycelten Materialien ins künstlerische um. In den Objekten dieser Ausstellung, die während eines ausgedehnten Brasilienaufenthaltes entstanden sind, verwendet sie Silikonimplantate, noch in eingepflanztem Zustand oder wieder als Abfall, fotografisch oder skulptural. Brasilien weist nach den USA die meissten Schönheitsoperationen auf. Es kommt vor, dass junge Brasilianerinnen jährlich ihre Implantate wechseln, manchmal in Grössere, manchmal in Kleinere. Verformt werden dabei nicht nur Brüste sondern auch Schenkel, Oberarme, Po (brasilian butt).
Die plastische Chirurgie macht es möglich, den weiblichen Körper nach dem jeweils herrschenden Schönheitsidealen fast grenzenlos zu modifizieren. Auch verunglückte Eingriffe haben einen vulgären Reiz, der die Opfer oft zu weiteren Eingriffen verleitet, mit immer dramatischeren, groteskeren Auswirkungen.

Für “Das Mädchen von Ipanema 2000”, dessen Titel auf den berühmten Bossa Nova verweist, der eine vorbeiwandelnde unerreichbare Schönheit bewundert, machte sie am Strand von Ipanema Aufnahmen von zufällig vorbeigehenden “schönen Menschen”.
In der Favela Cidade de deus (Stadt Gottes), in der es üblich ist, Kindern die Namen von biblischen Heiligen zu geben, hat sie Frauen fotografiert, deren Bikinioberteile aus Implantationsrückständen ihrer wohlhabenden Geschlechtsgenossinnen bestanden.
Satu-Minna Suorajärvi ist Bildhauerin und Ärztin. Sie arrangiert figurative Elemente in Animationen, Installationen und Plastiken. Ihre Arbeiten behandeln die Fragilität des menschlichen Körpers, die Fragmentarität der Psyche, die Begrenztheit des individuellen Daseins im Verhältnis zu den Errungenschaften der Menschheit insgesamt.

Die Plastik “Nude” aus dem Jahr 2007 hat Identitätsverlust zum Thema. Die ihrer Haut beraubte Figur ist ohne Alter, ohne Geschlecht, ohne Rasse. Ohne Merkmale ihrer Weiblichkeit wirkt sie wie das Opfer einer Gewalttat.
Die “Sitzende Frau” (2014) ist abstrakter und von den Techniken des 3D Druckes beeinflusst. Die Figur auf dem Stuhl zersetzt sich, in drehender Bewegung, vom Körperhaften zum Skelett. Die Arbeit versinnbildlicht, wie der sich in der Gesellschaft etablierenden Frau die Macht entgleitet. Sie ist dargestellt als passiv sitzende, von Zeit und Umwelt verbogen und verzerrt.

Ursprünglich von der Bildhauerei kommend arbeitet Veronika Witte heute an einem erweiterten Portraitbegriff, den sie befragend multidiszplinär und vielgestaltig verfolgt und dabei Schnittstellen zwischen Kunst, Theater und Wissenschaft auslotet. Ich portraitiert, indem sie Fragen stellt und sie mit wissenschaftlichen Strategien, skulpturalen und performativen Elementen verknüpfe. All ihren Arbeiten liegt das permanente Interesse an der Rolle des Körpers in unserer Gesellschaft und als zukünftige Gestaltungsressource zugrunde.
Am Ende einer Feldforschung steht immer eine eigenständige skulpturale Inszenierung mit Videos, Objekten oder auch raumgreifenden szenischen Installationen für Musik, Tanz und Opern.
Für die Ausstellung hat Witte Vdeoinstallation Baal 2009 ausgewählt. Eine Figur die sich jenseits von Genderzughörigkeit bewegt. Mit ambivalenten Bewegungen lösen sich die Strukturen/Schemata eines klar umrissenen Körpers auf. In der Bildbearbeitung wurden jegliche Binnenstrukturen von Personen und Gegenständen fast vollständig gelöscht. Auf fast-schwarze Silhouetten reduziert, mit einer Grobkörnigkeit und starken Kontrastwerten versetzt, wurde das 30 sec Rohmaterial in Einzelsequenzen dekonstruiert, neu zusammen gesetzt, rhythmisiert und extrem verlangsamt, so dass eine neu komponierte und eigenständige Choreographie entstand. Der darunterliegende Soundtrack versetzt die Situation in ein sogartiges Treiben, das immer wieder von vorn beginnt. Das Video ist Teil einer Serie von Videos, die auf Videomatrial einer vorgefundenen Situation basieren.

Maija Helasvuo/Niina Räty 7.–27.6.2014

Welcome to the exhibition opening of Maija Helasvuo and Niina Räty
on Friday 6th of June 2014 at 18.00 o’clock at Galerie Toolbox.​​​​


 

Maija HelasvuoMaija Helasvuo, sculptor

At the centre of Maija Helasvuo’s art, are the different levels of human feeling. Her sculptures picture peoples basic emotional dynamic; loss, vulnerability, closeness and our dependence on social interaction. Each person is a part of the complete community of humanity. Through communal experience and all the social forms within it, the process of an event is formed, the connection and interaction of which makes up the whole content of human society.

That which acts on the powerful emotions inside society as a directing force is in one way or another a common factor and causes a process of emotional adaptation. Things that happen in our environment affect us. Helasvuo’s sculptures picture this invisible influence, which is at once adaptable and concrete.

Dr. Mika Karhu


 Niina Räty


Niina Räty, painter

I mostly paint large multi-part series of works.

I create my own photo album via painting, depicting close people and places as seen through my own experiences. I seek the things that life and existence attach to. I choose a situation or a space that is private and universal like a family gathering, holiday in a summer cottage or a plate on a kitchen table. In my paintings, just like in front of a camera there is a composition; a wedding couple just like other wedding couples around the world, a tourist in front of a local sight forms a picture – a composition that we all are familiar with from our own holiday photos.

We try to capture important moments in our own album and as we take the pictures they represent the form of the event. Compositions using this formula illustrate our own life story. Perhaps through this mechanics of social and spatial being we have a fleeting chance of understanding other people.

Surely painting, restructuring the world on a canvas into a more comprehensible shape is always also a form of self-therapy, organising and tidying up one’s own place, choosing a perspective which helps to tolerate life’s chaos. This aspect of the creative process is, besides sharing and reaching out for another person, central to my artistic work.

Niina Räty

Flyer Ausstellung

Und sie bewegen sich doch | 29.3.–26.4.2014

Bewegliche Sculpturen von Petri Eskelinen, Jukka Lehtinen und Pavel Ekrias

The exhibition presents three artists whose works are linked together through the use of mechanical physical movement. The title of the exhibition – Sie bewegen sich doch – refers to the utterance ”Eppur si muove” by Galileo which translates as ”Und sie bewegt sich doch” in German. The name ”Sie bewegen sich doch” can also be perceived pointing to the feeling of relief the artist experiences when he after a lengthy process is able to finally see his work functioning.

The pieces of all three artists of the show also contain humor and twinkle brought about by movement. The pieces interact with the audience. The works by Eskelinen demand the viewer to participate physically and to challenge one’s senses in interaction with the piece. The work by Ekrias emotionally captivates the viewer – the repetitious monotonous spanking is downright enchanting to follow. The piece by Lehtinen on the other hand concretely captivates the viewer for a little while inside the curtain.


In der Ausstellung präsentieren drei Künstler ihre Werke, die alle ein gemeinsames Merkmal tragen: sie sind mechanisch, beweglich. Der Titel der Ausstellung „Sie bewegen sich doch” bezieht sich auf den Spruch von Galileo „Eppur si muove” (Und sie bewegt sich doch). Darüber hinaus könnte der Satz „Sie bewegen sich doch” als ein Hinweis auf die Erleichterung des Künstlers gesehen werden, wenn er endlich nach einem langen Arbeitsprozess sein Kunstwerk funktionieren sieht.


Näyttelyssä on kolme taiteilijaa, ja teoksia yhdistää mekaaninen fyysinen liike. Näyttelyn nimi Sie bewegen sich doch viittaa Galileon lausahdukseen Eppur si muove , joka saksan kielellä tunnetaan muodossa Und sie bewegt sich doch. Nimen Sie bewegen sich doch voi nähdä viittaavan myös taiteilijan helpotukseen, kun hän pitkän työprosessin päätteeksi näkee teoksensa vihdoin toimivan.